Firefox-Tracking in der Kritik

19.01.2006 Für viel Unruhe sorgt eine neue Funktion in der Alpha-Version 1.6 von Mozilla Firefox, welche in der Standardeinstellung aktiviert ist: das ping-Attribut.

<a href="http://notizen.joergkrusesweb.de" ping="http://test.joergkrusesweb.de">Jörgs Webnotizen</a>

Bei Aufruf des Links sendet der Browser an die im ping-Attribut angegebene Adresse eine Benachrichtigung. Bei vielen Usern löst so ein Vorgehen Empörung aus, so wird Firefox u.a. als Spyware bezeichnet. Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass der "Ping" nicht eine völlig neue Möglichkeit des Ausspionierens schafft, sondern lediglich bereits bestehende Tracking-Verfahren ersetzen soll. Derzeit wird mit JavaScript oder serverseitigen Weiterleitungen gearbeitet, um die User zu tracken.

In der Vergangenheit haben die 302-Weiterleitungen, die zur Zeit noch häufig zum Tracken eingesetzt werden, bisweilen auch schon zu Problemen geführt, siehe meine Webnotiz URL-Hijacking. Das neue Verfahren hätte demgegenüber den Vorteil, dass eine Weiterleitung nicht mehr notwendig ist, und dass bei einer Deaktivierung - die in der besagten Firefox-Versiion allerdings nur umständlich über ein about:config in der Adresszeile erfolgt - das Ziel des Links dennoch erreicht werden kann. Ich sehe von daher auch für die User eher einen Vorteil, wenn Firefox das ping Attribut befolgt. An der Umsetzung - wie z.B. an einer einfacheren Möglichkeit der Deaktivierung - sollte wohl aber noch gearbeitet werden.