Jörgs Webnotizen


Kommentare zur Webnotiz Nicht mehr rauchen


27.03.2004 - Sven K., www.masterhilfe.de

Jörg das ist ein echt super Artikel! Ich drücke dir die Daumen! Ich hab diesen schritt noch vor mir. Schiebe es von Tag zu Tag und Schachtel zu Schachtel vor mir her :(

Wie kam bei dir das Plötzliche umdenken? Was hat dich letztendlich dazu bewegt aufzuhören?

Grüße Sven



Jörg: Hallo Sven,
so plötzlich kam das Umdenken nicht, es ist auch nicht der erste Anlauf, nicht mehr zu rauchen. Im Grunde genommen war das Rauchen für mich schon lange eine krankhafte Sucht und kein Genuß, und es war für mich auch nur noch eine Frage, wann der günstigste Zeitpunkt ist aufzuhören, d.h. wann ich am wenigstens Stress um die Ohren habe. Ich habe allerdings auch diesen Punkt immer wieder vor mir hergeschoben, bis ich mir jetzt gesagt habe: es reicht endgültig, eine Zeit ganz ohne Stress wird es wohl nicht geben, und irgendwann muss ich springen, wenn ich nicht bis an mein keuchendes Lebensende warten möchte. Hat auch nicht auf Anhieb geklappt, am zweiten Tag bin ich schon wieder rückfällig geworden, dann aber gleich wieder durchgestartet. Es ist wohl eine Frage, wie sehr man diesen Absprung will, und wie sehr man bereit ist dafür zu kämpfen.
Ich kann dir nur empfehlen, in der Literatur, die ich angegeben habe, ein wenig zu lesen, sie ist denke ich ganz hilfreich, wenn man sich auf das Ziel, das Rauchen aufzugeben, zubewegen möchte :)
cu Jörg


27.03.2004 - David

Da gratuliere ich von Herzen, habe ich das gleiche doch schon vor drei Jahren geschafft - nach einem Fehlversuch 1998 nun wohl hoffentlich für immer. Sicher der schönste persönliche Erfolg meines Lebens, noch vor allen Fettab- und Muskelzunahmen.

Aus bitterer eigener Erfahrung will ich Dich und jeden der mitliest jedoch noch vor zwei großen Gefahren warnen, auf die ich beim ersten Mal reingefallen bin.

Erstens: Ersatzbefriedigung, ich habe plötzlich ohne es zu merken bei jedem Kneipenbesuch ein Bier oder einen Kurzen mehr getrunken, während die anderen gequalmt haben. Außerdem habe ich gemeint, Kaugummi sei DIE Lösung. Das alles ist grundfalsch und verlagert das Problem.
Zweitens: Sich in falscher Sicherheit wiegen. Lieber Jörg, 19 Tage sind in puncto körperlicher Entzug genug. Aber noch lange nicht ausreichend, um im tiefsten Unterbewusstsein wirklich weg davon zu sein. Mein erster Rückfall geschah damals nach mehr als einem halben Jahr, genau in dieser Annahme: Es geschafft zu haben. Weiter geht es dann klassisch so: In geselliger Runde guter alter Freunde denkst Du "ach, eine kann ich mir jetzt eigentlich mal erlauben". Deine Freunde sagen "lass es", du sagst "nee, ich hab das im Griff". Für den nächsten Tag leihst Du Dir dann noch eine (eine am Tag ist ja ok), nach einer Woche ist "eine Schachtel, gut verteilt" eigentlich auch kein Ding und irgendwann, nach einigen Wochen, rauchst Du schleßlich mehr als vor dem Aufhören. So war das jedenfalls bei mir und bei einigen, die heute (im Gegensatz zu mir) immer noch drauf sind.

Daher mein ganz dringender Rat: Mach Dein Nichtrauchersein zu einem Heiligtum, das dir jeder stehlen will. Manche um an dir zu verdienen, manche weil sie Dir den Erfolg, es geschafft zu haben, neiden. Traue keinem, was dieses Ding angeht. KEINEM, und am wenigsten Dir selbst und Deinem vermeintlichem Vermögen, deine Sucht (oder deinen Entzugserfolg) einzuschätzen.

Ich, der ich mit 13 angefangen und erst mit 27 aufgehört habe, werde mein Leben lang auf der Hut sein. Zwar bin ich jetzt relativ weit davon weg. Aber selbst heute, da mich Rauch in kleineren Räumen wieder (wie einst als Kind) fast zum Erstickenen bringt, ertappe ich mich noch manchmal bei dem Gedanken an eine schöne Havanna zum Cocktail, des "Genusses" wegen. Und von wegen, Pfeife oder Zigarre mache nicht süchtig...

Und noch ein guter Tipp: Das Gerücht, man nähme automatisch zu, stimmt. Leider. Durch höheren Blutdruck usw. verbraucht ein Raucher ca. 400 kcal am Tag mehr, die nun ungenutzt dastehen und gespeichert werden - oder verbrannt sein wollen. Nutze die Gelegenheit, täglich mit etwas Frühsport deinen durch das Gift geschundenen Leib zu ertüchtigen, am besten sofort und von Anfang an. Oder finde dich damit ab, dass Du evtl. zumindest vorübergehend, bis Du Dich eingependelt hast, etwas weitere Hosen brauchst. Aber was ist schon ein Zoll mehr verglichen mit einem gesünderen Leben. Ich würde mich jederzeit noch mal für Letzteres entscheiden (obwohl ich fest entschlossen bin, diese Entscheidung nie wieder treffen zu müssen).

Also, wie gesagt: Jetzt geht es für Dich erst richtig los - aber Du kannst es schaffen. Viel Erfolg dabei!


Jörg: Hallo David,
Danke dir für's Erfolg wünschen :)
mit deinen beiden Warnungen gebe ich dir voll und ganz recht. Bei Ersatzbefriedigungen muss ich beispielsweise aufpassen, dass ich jetzt nicht zuviel zwischendurch esse, und die 400kcal, die du angesprochen hast, machen sich bei mir auch schon bemerkbar :| aber ich werd jetzt mal schaun, dass ich mich zu etwas mehr Bewegung antreibe ;)
Dass man sich nicht zu sehr in Sicherheit wähnen sollte nach 19 Tagen (und wohl auch nicht nach 19 Jahren), auch da muss ich dir zustimmen: ich hatte vor einigen Jahren nach zwei Monaten Abstinenz "nur" eine Zigarette geraucht (die ziemlich übel geschmeckt hat), aber im Gegensatz zu dir war ich sogar schon nach einem Tag wieder Kettenraucher :(. Spätestens seit dem steht für mich fest, dass es diese "nur eine Zigarette" nicht gibt!


19.04.2004 - Björn Seibert, , www.bswi.de

Da ich ein schwerer Fall bin, war ich heute bei meinem Hausarzt und hab ihn gefragt, was er davon hält, wenn ich meine Bemühungen anfangs mit Nikotinpflaster unterstütze. Er fands keine schlechte Idee und so werde ich morgen meine hoffentlich endgültig letzte Zigarette rauchen. Ich hoffe, bei Dir klappts weiter ohne Zigarette.


Jörg: Hallo Björn,
ja, ich bin immer noch ohne Zigarette, inzwischen in der siebten Nichtraucher-Woche :)
Glückwunsch für deinen Entschluss, auch aufzuhören, ich drücke dir die Daumen :)! Wenn du meinst, dass Pflaster dir beim Aufhören helfen, dann ist das auch ok, wichtig ist, dass du am Ende ganz ohne Nikotin auskommst. Ansonsten kann ich dir noch empfehlen, mal in eins der Nichtmehrraucher-Foren zu schauen, die ich in meiner Webnotiz verlinkt habe, die können grade in der schwierigen Anfangsphase des Aufhörens sehr hilfreich sein.


28.04.2004 - Peter, www.jetwelt.de

Ich wünsche dir die Kraft die du brauchst um vom Rauchen wegzukommen.
In meinem Leben habe ich miterlebt was die staatlich gewünschte Sucht anrichten kann.
Selber habe ich gelegentlich Atemnot da ich seit 2 Jahren an Allergie leide.
Einhandelt habe ich es mir möglicherweise auch dadurch weil ich Jahrelang mit Kettenrauchern in einem Büro arbeiten mußte.
Also viel Glück und denke immer darann danach hast du es besser.
Mit freundlichen Grüßen Peter.

Jörg: Hallo Peter, Danke für das Kraft Wünschen :) soviel Kraft muss ich zum Glück nicht mehr aufwenden, nur auf der Hut bleiben, dass ich nicht rückfällig werde, und Vorteile kann ich inzwischen auch eine Menge genießen: besser riechen, besser schmecken, ich fühl mich einfach insgesamt fitter.
Dass du gesundheitlich mit den Folgen des Passivrauchens zu kämpfen hast, ist naürlich besonders bitter - und da schäme ich mich auch als Ex-Raucher, wenn ich daran denke, dass durch meinen Konsum auch Nichtraucher das Gift konsumierten :( Ich wünsche dir jedenfalls, dass deine gesundheitliche Probleme so weit wie möglich gelindert werden können.
Gruß Jörg


04.06.2004 - Maik

Habe die Seite mit Interesse gelesen.

Ich bin im Moment seit genau 85 Stunden rauchfrei. Ich will es diesmal einfach schaffen. Ich rauche jetzt seit ca. 22 Jahren und irgendwann muß ja mal schluss sein. Beim Allen war ich auch schon vor knapp einem Jahr. Es hatte zwar zu diesem Zeitpunkt nicht geklappt aber ich musste ständig daran denken. Lange Rede kurzer Sinn. Ich drücke Dir die Daumen das Du durchhälst!

der Maik

Jörg: Danke - und Dir drück ich natürlich auch meine Daumen :). 85 Stunden, dann bist du jetzt bei Tag 4 und dann hast du bald zumindest das allerschlimmste hinter Dir!
Jörg


15.11.2004 - Matze

Da bin ich direkt mal neidisch. Ist heute mein zweiter voller Tag ohne Zigarette. Vorher war es eine Schachtel am Tag. Hatte vor zwei Tagen einfach keine Lust mehr zu rauchen nach der letzten Schachtel. Und jetzt geht es mir DRECKIG!!!!!! Aber es kann ja nur besser werden. Irgendwann wird der Druck bestimmt weniger.. Hoffe ich.. Wird er doch oder?!?

Gruß aus Hessen.

Jörg: Hallo Matze, der zweite Tag ist für viele der schlimmste, der Druck wird auf jeden Fall nachlassen. Was hilft gegen die Schmacht, ist viel Wasser trinken und an die frische Luft gehen und ansonsten stur bleiben ;). Ich wünsch dir jedenfalls viel Erfolg :)!


24.11.2004 - Thomas, thomas@magerprivat.de

Hallo zusammen! Ich werde morgenfrüh meinen 4 und hoffentlich letzten versuch beginnen um endlich nichtraucherzuwerden.IchdrückeeuchallendieDaumen,denWillenzumNichtraucher zu halten!!!

Jörg: Hallo Thomas, da wünsche ich viel Erfolg :)!


10.02.2005 - Klaus-Peter, klaus_matern@gmx.de

Hallo Leuts,

heute war mein erster Nichtrauchertag. Ich habe schon ziemlich oft den Versuch gestartet aufzuhören. Der längste Versuch lag bei 4 Tagen. Aus Erfahrung weiss ich bereits, dass ich mit jedem Tag agressiver werde. Habe Konzentrationsschwierigkeiten und ein ständiges drücken im Brustbereich. Dieses Drücken war heute den ganzen Tag da. Wenn dieses drücken nicht wäre - würde es mir auch nur halb so schwer fallen. Hat jemand ne Idee was noch helfen könnte ??? Frische Luft ist zwar gut - das drücken in der Brust bleibt und wird auch an der frischen Luft immer stärker.

Jörg: Hallo Klaus-Peter,
in den ersten Tagen hatte ich auch erhebliche Konzentrationsschwierigkeiten, so als ob ich "Watte" im Kopf hätte, und gereizt war ich auch ;) - die ersten drei Tage waren die schlimmsten, danach wurde es allmählich besser. Was mir außer frischer Luft noch geholfen hat: viel Wasser trinken. Das mit dem Druck auf die Brust kenne ich von mir nicht, aber die Entzugssymptome sind auch nicht bei jedem gleich.


19.03.2005 - silvia, ariannaambrosini@hotmail.ch

ich habe gerade vor ein paar stunden meine erste zigarette zu rauchen und es ist wiederlich aber ich weiss nicht ob ich mir noch in einer woche wieder eine gönne!

Jörg: Lass es besser bleiben, wenn du dich erstmal dran gewöhnt hast, kommst du so leicht nicht mehr von runter.


07.04.2005 - tommy

Bin seit 7 Tagen rauchfrei .Das komische ist ich hab an einem freitag noch bis 19 uhr geraucht (und hatte auch vor aufzuhören)dann kam meine freundin nach hause und ich war etwas genervt ,wärend wir einkaufen waren ,bis sie schlieslich fragte was los sei "ich sage : Ich rauche schon den ganzen Tag nich *gg* obwohl ich bis 19 uhr geraucht hatte . Das komische ist das ich überhaupt keine entzugserscheinungen habe.Nachdem ich das gesagt hatte ,hatte ich in dem moment und am abend aufgehört.Ich hab auch keine Lust eine zu rauchen ,irgendwie komisch da ich ja auch schon zum xxxxx mal versuche aufzuhören aber immer daneben ging, dieses mal haut mich das alles vom hocker :ich kann Bier trinken ohne zu rauchen ,was ich mir nie vorstellen konnte, aber es geht und ich weiß nicht mal warum.

Gibt es für sowas ne Erklärung warum es auf einmal so easy abgeht?????????????

Das macht mich irgentwie verrückt.

Mfg
Tom

Jörg: Vielleicht war einfach der Punkt gekommen, dass du auch innerlich bereit warst, das Rauchen aufzugeben. Freu dich, dass es so einfach ist :)


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